Der Seitensprung, die Liebesaffäre – warum ist der Partner untreu?

Am Anfang ist die Partnerschaft ein bunter Strauß an Liebes- und Lebensglück und doch wohnt diesem Zauber das süße Gift des Zweifels inne. 

Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden

Bei einer repräsentativen Elitepartner-Studie, in der 13.019 Personen befragt wurden, kam heraus, dass 31 Prozent der Frauen und 29 Prozent der Männer schon einmal fremdgegangen sind. Also knapp jede und jeder Dritte.

Psychologen sehen als Ursache einer Scheidung die Unfähigkeit, sich langfristig binden zu können. Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Die Psychologin Ursula Nuber teilt jüngst in einem Artikel mit:

 „…was wir als Kleinkind über enge Beziehungen lernen, prägt unseren Bindungsstil und beeinflusst, ob wir anderen mit positiven Erwartungen oder mit Ängsten begegnen und wie viel Nähe wir zulassen können. Wenn ein Paar nicht miteinander reden kann, wenn körperliche und emotionale Nähe fehlen oder unbefriedigend sind, wenn ständige Auseinandersetzungen um Kleinkram zermürben, wenn Untreue eine Partnerschaft erschüttert, Liebesbeziehungen nicht zustande kommen oder regelmäßig scheitern, dann sind das meist nur Symptome einer tiefer liegenden Ursache.“

Dabei wäre es so einfach, wenn die Partner ehrlich miteinander umgingen und sich über ihre Bedürfnisse austauschen würden. Sicherlich mag die Wahrheit auch manchmal verletzend sein, aber nur dann, wenn die vermeintliche Verletzung auch so angenommen wird. Warum nicht die Perspektive wechseln und dieses Bedürfnis als Hilferuf, sogar als Notruf annehmen und gemeinsam daran arbeiten, bevor es zu spät ist?

Wo beginnt Untreue?

Heimlicher Pornokonsum gilt laut einer Umfrage bereits für jede 7. Frau als Untreue. Bei den Männern sieht das mit 6 Prozent gerade einmal die Hälfte so. 

Bei sexuellen Fantasien mit Personen außerhalb der eigenen Partnerschaft ist das weibliche Geschlecht mit 13 Prozent strenger als die Männer, die eine sexuelle Fantasie nur mit 8 Prozent als Fremdgehen empfinden.

Der größte Unterschied zwischen den Geschlechtern beim Fremdgehen findet sich jedoch im Gefühl des „Verliebtseins in eine andere Person“, auch wenn es nicht zu einem Körperkontakt kommt, sondern auf der reinen Gefühlsebene stattfindet. Für Frauen zählt dieses „Verlieben“ mit 44 Prozent klar als Untreue, bei Männern gerade einmal mit 30 Prozent.

Kommt es hingegen zwischen den Personen zu einem Kuss, dann gehen bereits 66 Prozent der Frauen auf die Gefühlsbarrikaden, bei den Männern sind es tatsächlich nur knappe 50 Prozent. 

Ein One-Night-Stand wird allerdings bei 71 Prozent der Frauen und bei 60 Prozent der Männer zu einem endgültigen Beziehungskiller.

Der Seitensprung – und warum er so häufig vorkommt

Der häufigste Grund für die Untreue und den Seitensprung wurde auch hier bei Männern und Frauen unterschiedlich gehandhabt.

Frauen gaben an, dass eine Affäre aus emotionalen Beweggründen erfolgte, weil sie in ihrer Partnerschaft nicht mehr glücklich waren. Daran schließt sich auch an, dass jede dritte Frau sich darüber beklagte zu wenig Zuwendung vom ihrem männlichen Partner erhalten zu haben. Nur knapp 30 Prozent gaben als Grund an, sich neu verliebt zu haben. 

Bei Männern waren die Gründe eher körperlicher Natur. Knapp 32 Prozent fühlten sich auf sexueller Ebene von einer Person angezogen und weitere 30 Prozent sind dem Reiz des Neuen verfallen, weil sie die Gelegenheit hatten, eine weibliche Person zu erobern. Emotionale Gründe wie bei den Frauen sucht man beim männlichen Geschlecht eher vergeblich.

Was tun, wenn der Partner fremdgeht? 

Als Erstes ist es wichtig sich Gewissheit zu verschaffen. Geht mein Partner wirklich fremd, oder interpretiere ich in sein Verhalten zu viel hinein?

Eifersucht und heimliches Nachspionieren erschüttert das Vertrauen einer Beziehung erheblich und ist nur selten wieder zu kitten, sollte man dabei entdeckt wird.

Hier bietet sich an, einen Detektiv als anonyme Nachrichtenquelle hinzu zu ziehen, der unvoreingenommen Recherchen durchführt und der Wahrheit professionell auf den Grund geht.

Zum Zweiten darf man nich vergessen, dass auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für den Daheimgebliebenen besteht. Denn schützt sich der Lebenspartner beim Sex nicht, kann er beim heimischen Geschlechtsverkehr unangenehme Krankheiten übertragen. In Zeiten des Coronavirus ist das besonders zu beachten. Darum ist es doppelt wichtig, sich Klarheit zu verschaffen.

Sobald man herausfindet, dass man vom Partner betrogen wird, bricht nicht selten die ganze Welt zusammen. Schließlich wurde das Vertrauen zerstört und aus einem „Für Immer“ wurde ein „Ende mit Schrecken“.

Was auch immer ein Detektiv herausfindet, versuchen Sie trotzdem Ruhe zu bewahren. Machen Sie sich am besten noch vor der Konsultation des Privatdetektivs eine Liste, in der Sie notieren, was zu tun ist – sollte sich Ihr Verdacht bestätigen. Zum Beispiel:

  • Eine vertraute Person anrufen und um Beistand bitten
  • Lohngehaltszettel sichern, wenn es um Unterhalt gehen wird und Sie Kinder zu versorgen haben

Denn liegt die Wahrheit erst einmal auf dem Tisch, werden Sie so schnell keinen klaren Gedanken fassen können. Die Gefühle werden Sie sprichwörtlich übermannen. 

Aus meiner persönlichen Berufs- und Lebenserfahrung darf ich Ihnen sagen, dass Sie gut damit beraten sind, wenn Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken zu den möglichen Konsequenzen Ihres Verdachts machen.

Manche kommen hinter die Bettgeschichten ihres Partners, wenn sie in seinem Handy über verdächtige Nachrichten stolpern.

Aber darf man es überhaupt so weit kommen lassen? Wie kann man im Vorhinein erkennen, dass der Partner nicht treu ist? Und wie ist das beste Vorgehen, wenn der Verdacht besteht?

Was die Paartherapeutin Sigrid Sonnenholzer dazu sagt, lesen Sie hier.

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